Sprung ins Meer (Der Steinbock)


Der Steinbock (21.12. bis 20.01.)

Im Folgenden geht es um die Steinbock-/ Saturn-Energie – Sonne, Venus, Saturn, Pluto und Lilith laufen z. Zt. im Tierkreiszeichen Steinbock. Vielleicht habt Ihr den Energiewechsel in den letzten Tagen bemerkt. Die (reine) Steinbock-Energie ist wesentlich, ernst und sehr klar. Steinbock-/ Saturn zeigt in unserem Geburtshoroskop die Lebensbereiche an, die für uns zunächst schwierig, Angst behaftet und mit viel Arbeit und Anstrengung verbunden sind, um sie zu meistern. Saturn ist wie ein strenger Lehrmeister, der uns auf das hinweist, was zu korrigieren ist in unserem Leben. Was oft auch mit Karma verbunden ist. Er schickt uns auf den Weg der Selbstmeisterung… (siehe Sternenschau 31)

Die Steinbock-Energie wird in den nächsten Monaten/ Jahren kollektiv betont sein, denn am 20.12.2017 hat Saturn sein Herrscherzeichen, den Steinbock, betreten. Er wird hier für 2,5 Jahre verweilen. Pluto läuft noch bis 2024 im Steinbock. Auch Jupiter wird ab Ende 2019 den Steinbock betreten. Jupiter, Saturn und Pluto kommen also 2020 im Steinbock zusammen – eine wegweisende Zeit für unsere Zukunft! Es wird leichter, wenn wir uns künftig konsequent auf das Wesentliche besinnen – in allen Lebensbereichen. Es geht vom Persönlichen zum Wesentlichen in der Neuen Zeit. Das bedeutet: Unsere wahre Bestimmung und Berufung finden und leben. Unsere eigene innere Autorität erwecken. Die Vergangenheit heilen – und emotional erwachsen werden. Wozu auch gehört, wieder zu fühlen… Zunächst sich selbst, um dann auch mitfühlen zu können.

Der folgende Text ist eine Fortsetzung zum Post vom 27.12. (*Was ist wahr?* – zum Schützen):

Sprung ins Meer (Der Steinbock – 21.12. bis 20.01.)

So läuft der Schütze also munter durch sein Leben – stets auf warmen, sonnigen Wegen. Sorgenfrei. Im Kopfe so allerlei… Doch langsam ziehen die Wolken auf. Kühl wird es und grau – nichts zu spüren mehr vom milden Morgentau. Vom weichen, grünen Gras unter den Füßen. Dem Duft von Natur und freundlichen Grüßen. Ja, gibt es denn etwas zu büßen? So einsam wird´s und steinig unter seinen Füßen… Doch will der Schütze seiner Wahrheit folgen, gibt´s kein Zurück – wenn es auch scheint zu schwinden sein Glück. Und plötzlich steht er dann vor ihm, der alte Bock, in seinem schlichten Zipfelrock. Der Steinbock ist´s, ein ehrenwerter, loyaler Kamerad, dessen Leben oft gleicht einem Hamsterrad. Tatkräftig, vernünftig und diszipliniert – stets darauf bedacht, dass etwas sich rentiert. Konsequent, ernst und treu – und immer auch ein wenig scheu.

„Wie geht es Dir, mein alter Freund? Wie schön es ist, Dich hier zu sehen – lass gemeinsam uns ein Stück des Weges gehen!“ „Ach lieber Schütze, Du weißt, immer habe ich zu tun. Ohne dies kann ich schlecht ruhen. Mein Lebenswerke lange noch ist nicht vollbracht, obwohl so allerhand schon ist gemacht. Leben wir doch in einer rauen, harten Welt, in der nur zählt Karriere, Status, Macht und Geld. Allein die materiellen Werte geben Sicherheit – dafür hart zu arbeiten, bin ich bereit. Das Leben an sich ist Beruf, wollen wir folgen unserem wahren Ruf.“ „Mein Leben entspricht eher einer Mission, meiner gelebten Vision. Hey, das Leben soll doch Freude machen! Zu wichtig ist mir auch das Lachen… Was mich aber weit mehr interessiert, mein lieber Freund: Gibt es eine Liebe? Was machen die Triebe? Und die Gefühle – wo bleiben sie bei all dem Ehrgeiz, der Strenge und der Kühle?“ Traurig blickt der Steinbock auf den Boden und schweigt. Und dem Schützen tut´s schon leid… was er so impulsiv gefragt… – manches sollte bei ihm bleiben ungesagt… <Warum ist er so verschlossen, der liebe Steinbock, gar reserviert? – selbst wenn ihn etwas sehr berührt… gibt er sich lieber kühl – als hätt´ er kein Gefühl…>

Der Schütze ganz einfach übergeht das Schweigen, tanzt mit dem Steinbock einen flotten Reigen, kraxelt mit ihm dann die Berge hinauf – und schon sind beide wieder wohlauf. Die Bergluft tut gut. Macht den Kopf frei und klar. Die Kargheit der Natur kann sein so wunderbar… Und diese Stille und Wesentlichkeit macht beide dann auch bereit: Für die Innen-Schau, die Kontemplation – gepaart nun mit äußerster Konzentration. So wichtig, um ihre Aufgaben für sich zu definieren. Realistische Ziele dann anzuvisieren!

Sinnierend stapfen die Beiden nun durchs Gebirge… bis plötzlich er ist zur Stelle, der Hüter der Schwelle: Der Gott Saturn, der bevorzugt das Schweigen. Doch heute bricht er´s, denn zu sagen hat er was den Beiden: „Karma, ich sage Euch, es geht auch an Euch nicht vorbei! Ihr erntet, was ihr sät, wann immer die Zeit dazu rät. Nicht nur verantwortlich seid Ihr für Euer Gesicht, welches Euch hoffentlich entspricht. Verantwortlich seid Ihr für das, was ihr tut. Meidet folglich den Übermut. Verantwortlich seid Ihr auch für das, was Ihr unterlasst – sofern ein Handeln ist angebracht. Geht also bedacht und sorgsam durch das Leben. Nur dann wird am Ende es Euch erheben. Findet Euren Platz in der Gesellschaft, begreift sie mit ihren Mitteln und Wegen. Nicht zuletzt, um Eure Selbstverwirklichung zu pflegen. Und Anderen durch Eure Berufung zu geben. Nehmt ein einen Platz, der Euch gebührt und zielgerichtet durch das Leben führt. Den ein oder anderen vielleicht sogar berührt… Denn Eure Wahrheit muss sich in der Wirklichkeit bewähren – nur dann kann sie Euch auch nähren. Und vergesst nicht, all die Zeigefinger und Gesetze zu achten, die das Miteinander der Menschen erst möglich machten. Werdet erwachsen! Ich bring´s auf den Punkt – die einzige Lebensführung, die für den Menschen ist gesund. Ihr wisst, die Sterne lassen alles erkennen, um Euer Schicksal präzis zu benennen. Diesem habt Ihr Euch dann zu ergeben – so ist es halt, das Leben…“ Mit erhobenem Zeigefinger und strengem Blick lässt Saturn dann die Beiden zurück. Welch Glück…

Der Steinbock, noch erstarrt von dem Reden, der Schütze schon wieder zugegen: „Da hat der Gute aber was übersehen – sehr wohl nämlich können wir die Sterne umgehen. Sind sie doch nur Werkzeuge des karmischen Gesetzes: In der Lage zwar, mögliche Ereignisse vorzugeben – über alles andere jedoch kann der Mensch sich erheben. Durch die Sterne zu einem bestimmten Schicksal verdammt!? Nicht mit mir – wenn die Astrologie auch kann so allerhand. So lässt sie uns sehen, was war und wer wir sind. Und dies auch erstaunlich geschwind. Lässt uns all unsere Möglichkeiten begreifen, dient somit ungemein unserem Reifen. Doch was wird sein… ? – obliegt zum Glück uns fast allein. Denn der Mensch hat die Weisheit, den Willen und den göttlichen Schutz. Dies vereint und geschickt genutzt, lässt ihn die kosmischen Gesetze regulieren – fang an, mein Freund, es auszuprobieren. Befreiung ist möglich, in jedem Moment! Dies vertrete ich, ganz vehement. Der Weise besiegt die Sterne, seine Vergangenheit – und dazu ist er zu allem bereit. Die Lösung liegt allein in den inneren Siegen. Nicht in äußeren, erst recht nicht in Kriegen.“

Nachdenklich schaut der Steinbock den Schützen nun an – wahrlich ein weiser Mann. “Mach es gut, mein lieber Freund, weiter muss ich nun ziehen. Wie schön es doch war, unser Wiedersehen. Mit Weisheit und Willen überliste die Sterne – und dein Glück wird nicht sein in weiter Ferne!“

Zu gern aber mag der Steinbock das Altbewährte, die Tradition – führt sie ihn auch in die Isolation. Was angepriesen wird als besser, schneller, neuer… erscheint ihm einfach nicht geheuer. So kraxelt er weiter in seiner kargen Welt. Baut fleißig auf und schafft viel Geld. Schließlich aber hat auch er es geschafft: Sein Lebenswerke ist vollbracht! Hoch oben steht er nun auf des Berges Gipfel. Im eisigen Winde weht noch der Mützenzipfel. Doch wo ist die Freude, wo das Glück? Wenn er so denkt an den Schützen zurück… Da überkommt ihn ein Anflug von Depression… – dieses schmerzhafte Gefühl der Isolation. Zu viele Gefühle hat er in seinem Leben unterdrückt, obwohl ihn so manches hat verzückt. Und nichts gibt es mehr zu tun… das kennt er nicht – was nun?

Doch Rettung naht, so ist das Leben… – wir wissen es, auch dem Steinbock wird es geben. So erblickt der Steinbock schließlich das Meer in dem Tale. Sehnsüchtig schaut er hinab – viele, viele Male. Doch groß ist die Angst vor der Welt des Wassers, der Gefühle – vertraut ihm ist weit mehr die Erde, die Kühle. Schließlich aber wagt er es und springt… – er spürt, dass nur so auch die emotionelle Reife gelingt. So taucht er ein in diese weiche Welt, dieses ozeanische Treiben… – Gewissen, Schuld und Scham er fortan lässt bleiben.

Und gehen wir von einem aus: Der Steinbock will nie mehr heraus! Die 2. Lebenshälfte ist erreicht – es wird leichter, ja, fast heiter. Zudem bekommt er bald einen außergewöhnlichen Begleiter…

Doch genug ist geschrieben, ich bleibe verschwiegen. Nur eines schon: Des Schützen´s Intuition, gepaart mit des Steinbock´s Kontemplation, macht möglich die Revolution – und diese ist allein des Wassermann´s Obsession…

                                                                                                                                                                     © Katharina Aurora Friedrichs

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